Der Mischtyp in der Farbberatung nach Anne Weber
Nachdem ich in den Medien immer wieder auf äußerst konträre Diskussionen zum Thema „Der Mischtyp in der Farbberatung“ stoße, möchte ich ihnen hier die Gelegenheit geben, meine persönliche Philosophie dazu kennen zu lernen.
Wie die meisten Beraterinnen, lernte auch ich, vor nun fast 25 Jahren die klassische Farbberatung. Schon in den Anfängen meiner Beratertätigkeit, stellte ich aber immer wieder fest, dass einige Damen und Herren nicht eindeutig den klassischen Farbtypen Frühling/ Sommer/ Herbst und Winter, mit der strikten Trennung der warmen und kalten Farben, zuzuordnen waren. Mal passte die Augenfarbe, mal die Haarfarbe und manchmal das Colorit der Haut nicht in das enge Schema der klassischen Farbberatung. Im Rahmen der Einzelanalyse fand ich oft bei einer Person gleichzeitig sowohl warme, als auch kalte Aspekte. Denken sie beispielsweise an eine Kundin mit goldblonden Haaren, strahlend blauen Augen und einer hellen Pfirsichhaut.
In der klassischen Farbberatung ist diese Kundin ein Sommertyp. (Haare durch Abdecken aus der Analyse ausgeklammert). Die Augen werden dem kalten Farbspektrum zugeordnet, da Blau eine kalte Farbe ist. Die Zuordnung des Farbtyps erfolgt zwangsläufig in die Sommerkategorie.
In der Weiterentwicklung der Farbberatung wird diese Kundin, ohne Abdeckung der Haare analysiert. Unter Einbeziehung des goldblonden Haars (warm!) wird sie in die Kategorie Frühling eingeordnet. Den strahlend blauen Augen wird Rechnung getragen, indem ein „warmes“ blau (gelber Unterton) in die erweiterte Farbpalette Frühling aufgenommen wird.
Die neue, individuelle Farbberatung mit den Mischtypen, löst sich noch weiter vom starren Schubladendenken der klassischen Farbberatung ab. Es gibt nicht nur warme und kalte Farben! Es gibt auch Nuancen, die dazwischen liegen. Ich nenne diese Nuancen beispielsweise lauwarm oder kühl (nicht kalt). Analysieren sie die Farbe Türkis. Sie enthält gelbe und blaue Anteile und liegt damit zwischen dem kühlen Sommer und dem warmen Frühling. Diese Betrachtung gilt auch für unsere Beispielskundin. Sie vereinigt in ihrem Farbtyp ebenso kalte wie warme Aspekte. Kalte Augen, relativ warme Haut und warme Haare.
Diesen Farbmischtyp nenne ich hellen Typ. Er bewegt sich zwischen Frühling und Sommer. Im Vergleich zur klassischen Farbanalyse, erweitere ich für die Kundin das mögliche Farbbild. Ich bestücke ihren individuellen Farbpass mit relativ warmen Farben aus dem Frühling und relativ kalten Farben aus dem Sommer. Die extrem warmen Farben des Frühlings (Orange) und die extremen kalten Farben des Sommers, empfehle ich ihr nicht. Die Kundin verfügt damit über ihr individuelles Farbspektrum, aus dem sie wählen kann.
Allgemein gehe ich in der Kategorisierung der Farben über warm und kalt hinaus. Ich beachte auch die weiteren Eigenschaften von Farben. So gibt es neben warmen-kalten Farben auch helle-dunkle, laute-leise, harmonische-kontrastreiche, klare und gedeckte Farben. So entstehen Farbfamilien. Diese Betrachtung erlaubt es uns, der Kundin in der Analyse ein viel breiteres, vielseitigeres Farbspektrum zu ermöglichen. Für uns Beraterinnen heißt das, lösen wir uns vom starren Schubladendenken der klassischen Farbberatung. Bewegen wir uns auch zwischen den klassischen Farbtypen und eröffnen wir unseren Kunden alle Möglichkeiten, die sie haben.
Erarbeiten sie, mit ihren Kunden, gemeinsam die persönlichen Erfolgsfarben und dokumentieren sie diese im individuellen Farbpass mit austauschbaren Farbkärtchen. (Siehe Webshop – Farbenbox) Sie werden auf diesem Weg ihre Kunden erfolgreich und individuell beraten. Haben sie Mut, entwickeln sie sich weiter! In diesem Sinne wünsche ich ihnen viel Spaß und Erfolg.
Im Folgenden sehen sie den Farbenkreis nach Anne Weber.
Wenn wir den Farbenkreis betrachten und die Farbfamilien in Dreiergruppen einteilen, so erkennen sie:
Die 3 oberen Farbstreifen Frühling, Mischtyp „heller Typ“ und Sommer sind hell
Die 3 unteren Farbstreifen Herbst, Mischtyp „dunkler Typ“ und Winter sind dunkel
Die 3 rechten Farbstreifen, Sommer, Mischtyp „Sommer/ Winter“ und Winter sind kalt
Die 3 linken Farbstreifen, Frühling, Mischtyp „Frühling/Herbst“ und Herbst sind warm
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